Jetzt beantragen: Fördergelder für Wärmepumpen im Kanton St. Gallen

Das Förderprogramm der „energieagentur st. gallen“ fördert den Rückbau und Ersatz von elektrischen und fossilen Heizungen durch Wärmepumpen im Kanton St. Gallen.
Förderung von Wärmepumpen im Kanton St. Gallen

Förderprogramm

Das Förderprogramm der „energieagentur st. gallen“ fördert den Rückbau und Ersatz von elektrischen und fossilen Heizungen in bestehenden Bauten durch eine Elektro-Wärmepumpe (Luft-Wasser, Sole-Wasser oder Wasser-Wasser). Als elektrisch gelten zentrale oder dezentrale elektrische Widerstandsheizungen, als fossil gelten Öl-, Gas- und Kohleheizungen.

Die Kosten für das Anlagezertifikat des Wärmepumpen-System-Moduls werden von der Energieförderung übernommen.

Die allgemeinen Voraussetzungen sind in der Verordnung über Förderungsbeiträge nach dem Energiegesetz (sGS 741.12) festgelegt. Die Auslegung erfolgt nach dem jeweils aktuellen «harmonisierten Fördermodell der Kantone» (HFM).

Insbesondere müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Anlage muss sich im Kanton St. Gallen befinden.
  • Beitragsberechtigt sind bestehende Gebäude mit einer bestehenden, fest installierten Elektroheizung oder fossilen Heizung.
  • Wird vor Einreichung des Beitragsgesuchs mit der Ausführung des Vorhabens begonnen, wird kein Förderungsbeitrag gewährt.
  • Die Bauherrschaft akzeptiert eine umfassende Einsichtnahme in sämtliche mit dem Vorhaben in Verbindung stehende Dokumente sowie Stichprobenkontrollen während oder nach Abschluss der Arbeiten.

Förderbeiträge

Insgesamt sind folgende Förderbeiträge seit dem 1. Juli 2020 für Wärmepumpen im Kanton St. Gallen gültig

WärmepumpeBeitrag (bis 20 kWth)Beitrag (über 20 kWth)
Luft/WasserCHF 2’800CHF 1’600 + CHF 60 je kWth
Sole/WasserCHF 6’000CHF 2’400 + CHF 180 je kWth

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen sind für den Erhalt von Fördergelder für Wärmepumpen im Kanton St. Gallen zu erfüllen:

  • Gefördert wird der Rückbau und Ersatz von fest installierten Elektroheizungen und fossilen Heizungen in bestehenden Bauten durch eine Elektro-Wärmepumpe (Luft-Wasser, Sole-Wasser oder Wasser-Wasser).
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind:
    • Grossverbraucher, massgebend ist der Zeitpunkt der Gesuchseinreichung;
    • Objekte oder Betriebsstätten mit Befreiung von der CO2-Abgabe oder mit Rückerstattung des Netzzuschlags. Es gilt der Zeitpunkt der Gesuchseinreichung.
    • Öffentliche Bauten und Anlagen des Bundes und der Kantone;
    • nicht-globalbeitragsberechtigte Massnahmen gemäss kantonalem Amtsblatt vom 15.12.2014. Auszug Prozessbeschreibung zum HFM
  • Als Elektroheizungen gelten zentrale oder dezentrale elektrische Widerstandsheizungen. Als fossile Heizungen gelten Öl-, Gas- und Kohleheizungen. Der Ersatz von Zusatzheizungen zu Wärmepumpen oder Notheizungen wird nicht gefördert.
  • Für Kategorien, für die zertifizierte Systemmodule bestehen, ist ein gemäss Wärmepumpen-Systemmodul zugelassenes Systemmodul einzusetzen (Anlagen bis ca. 15 kWth).
  • Falls kein Wärmepumpen-Systemmodul für die Leistungsklasse zur Verfügung steht, ist:
    • eine Wärmepumpe mit dem internationalen Wärmepumpen Gütesiegel mit mindestens folgenden COP-Werten zu installieren:
      • Luft-Wasser-Wärmepumpen: COP bei A2/W35 mindestens 3.6
      • Sole-Wasser-Wärmepumpen: COP bei B0/W35 mindestens 4.6
      • Wasser-Wasser-Wärmepumpen: COP bei W10/W35 mindestens 5.6

        Der COP-Wert bei mehrstufigen Wärmepumpen ist bei der maximalen thermischen Leistung einzuhalten. Bei Inverter-Maschinen ist der COP-Wert bei Normleistungsdaten einzuhalten.
    • dem Gesuch muss eine Kopie der Leistungsgarantie (zur Offerte) von EnergieSchweiz
      beigelegt werden.
  • Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen ist nachzuweisen, dass der Gesamtmittelungspegel Leq der Einund Austrittsöffnung der Wärmepumpenanlage in der Mitte der nächstgelegenen Fenster und auf
    der Baulinie der umgebenden Grundstücke folgende Werte einhält:
    • in Zonen, die der Lärm-Empfindlichkeitsstufe ES II zugeteilt sind: 28 dB(A);
    • in Zonen, die der Lärm-Empfindlichkeitsstufe ES III zugeteilt sind: 33 dB(A).

      Dies entspricht einem Vorsorgezuschlag von 5 dB(A).
      Der Lärmschutznachweis wird im Formular «Wärmepumpen-Deklaration (Lärmschutznachweis)» erbracht.
  • Erdwärmesonden sind von einem Unternehmen zu erstellen, das mit dem Gütesiegel Erdwärmesonden ausgezeichnet ist.
  • Zeitweise bewohnte Bauten, z.B. Ferienhäuser, müssen nach dem Ersatz der Elektro- oder fossilen Heizung mit einer Einrichtung zur Regelung der Raumlufttemperatur über Fernmeldedienste ausgestattet sein. Die Einrichtung muss es erlauben, die Raumlufttemperatur für jede Wohneinheit auf wenigstens zwei Stufen einzustellen.
  • Die bestehende fest installierte Elektroheizung muss vollständig rückgebaut werden.
  • Der Wärmebedarf des Gebäudes (Raumheizung und Brauchwarmwasser) muss zu 100 Prozent
    durch die installierte Wärmepumpe gedeckt werden:
    • Zusätzliche Wärmeerzeugersysteme sind zulässig, wenn sie ausschliesslich erneuerbare Energiequellen (z.B. WP-Boiler oder Solar-Boiler) verwenden. Die direkt-elektrische Erwärmung
      des Brauchwarmwassers (unabhängig von der Stromquelle wie z.B. PV-Anlage, Stromnetz o. ä.) gilt gemäss Energieverordnung als nicht erneuerbar.
    • Die Brauchwarmwasserbereitung muss mit der Wärmepumpe erfolgen. Im Zusammenhang mit der Legionellenprävention kann ein Elektroregister für die Nacherwärmung betrieben werden.
    • Bivalente Systeme mit fossilen Heizungen z.B. Hybridwärmepumpen (WP – Gas oder WP – Öl – Kombi) sind nicht förderberechtigt.
  • Bei neu installierten oder bestehenden Wärmepumpen wird die Installation von Messgeräten zur Überprüfung der Energieeffizienz des Gesamtsystems gefördert. Ab einer Leistung von 100 kWth wird eine fachgerechte Strom- und Wärmemessung vorausgesetzt.

Weitere Informationen

Der Flyer zeigt die Übersicht der vom Kanton unterstützten Massnahmen im Energiebereich.

Förderprogramm der „enegieagentur st. gallen“

Wegleitung zur Fördermassnahme